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Der griechische Steinmetz und Philosoph Sokrates lebte und wirkte in Athen. Er ist Sohn des Bildhauers Sophronikos und der Hebamme Phainarete. Sokrates hat nur zu den Feldzügen von Potidaia, Delionm und Amphipolis seine Heimatstadt verlassen. Unter der Anklage neue Götter eingeführt und die Jugend gefährdet zu haben, wurde Sokrates zum Tode verurteilt.
Sokrates soll gesagt haben, er übe die Kunst seines Vaters eines Bildhauers aus, indem er den Menschen Form zu geben versucht, und er lasse sie wie seine Mutter, eine Hebamme, Erkenntnisse gebären.
Sokrates hat keine schriftlichen Zeugnisse hinterlassen. Wir wissen von seinen Ansichten nur aus den Werken von Platon, Xenophon und Aristophanes. Platons frühen Dialogen können wir einigermaßen zuverlässige Informationen über Sokrates entnehmen.
Sokrates befasste sich vorrangig mit der Erforschung des Menschen und der Möglichkeit seiner Selbsterkenntnis. Die Inschrift des Apollotempels in Delphi Erkenne Dich selbst diente dem Sokrates als Ausgangspunkt seiner Philosophie.
Voraussetzung, um zum richtigen Wissen zu gelangen, ist die Selbsterkenntnis. Interessant ist dabei bei Sokrates, dass er nicht nur danach fragt,was wir wissen können, sondern auch danach, was wir nicht wissen können. Diese zweite Seite der Frage auch zu beachten, ist wichtig, auch für heutiges Philosophieren. Bekannt ist in diesem Zusammenhang sein Ausspruch Ich weiß, dass ich nichts weiß.
Die Philosophie soll die Menschen vervollkommnen. Sie kann es, da richtiges Handeln aus Wissen entspringt. Tugend ist lehrbar. Die Ethik des Sokrates wird dem Eudämonismus zugerechnet.
Von Sokrates stammt die Untersuchungsmethode, die man heute die sokratische Methode oder die Mäeutik nennt.
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