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                                                                                                                                manfred herok    2013

sokrates

Sokrates
* 469 v. Chr.;
† 399 v. Chr. (hingerichtet/vergiftet)

war ein griechischer Philosoph; er lebte und wirkte in Athen.
Er gilt als eine der Hauptgestalten der griechischen Philosophie und des abendländischen Denkens.

Das Prinzip des Sokrates ist, daß der Mensch, was ihm Bestimmung,
was sein Zweck, der Endzweck der Welt, das Wahre,
Anundfürsichseiende,
- daß er dies aus sich zu finden habe, daß er zur Wahrheit durch sich selbst gelangen müsse.      »»»

Der griechische Steinmetz und Philosoph Sokrates lebte und wirkte in Athen.
Er ist Sohn des Bildhauers Sophronikos und der Hebamme Phainarete.
Sokrates hat nur zu den Feldzügen von Potidaia, Delionm und Amphipolis seine Heimatstadt verlassen.
Unter der Anklage neue Götter eingeführt und die Jugend gefährdet zu haben, wurde Sokrates zum Tode verurteilt.

Sokrates soll gesagt haben, er übe die Kunst seines Vaters eines Bildhauers aus, indem er den Menschen Form zu geben versucht,
und er lasse sie wie seine Mutter, eine Hebamme, Erkenntnisse gebären.

Sokrates hat keine schriftlichen Zeugnisse hinterlassen. Wir wissen von seinen Ansichten nur aus den Werken von Platon, Xenophon und Aristophanes. Platons frühen Dialogen können wir einigermaßen zuverlässige Informationen über Sokrates entnehmen.

Sokrates befasste sich vorrangig mit der Erforschung des Menschen und der Möglichkeit seiner Selbsterkenntnis.
Die Inschrift des Apollotempels in Delphi Erkenne Dich selbst diente dem Sokrates als Ausgangspunkt seiner Philosophie.

Voraussetzung, um zum richtigen Wissen zu gelangen, ist die Selbsterkenntnis.
Interessant ist dabei bei Sokrates, dass er nicht nur danach fragt,
was wir wissen können, sondern auch danach,
was wir nicht wissen können.
Diese zweite Seite der Frage auch zu beachten, ist wichtig,
auch für heutiges Philosophieren. Bekannt ist in diesem Zusammenhang sein Ausspruch
Ich weiß, dass ich nichts weiß.

Die Philosophie soll die Menschen vervollkommnen.
Sie kann es, da richtiges Handeln aus Wissen entspringt.
Tugend ist lehrbar. Die Ethik des Sokrates wird dem Eudämonismus zugerechnet.

Von Sokrates stammt die Untersuchungsmethode, die man heute die sokratische Methode oder die Mäeutik nennt.

“Sokrates ist doch ein ganz ruchloser Mensch und verderbt die Jünglinge. “  
>>>

Verteidigungsrede

Die Rede nach dem Todesurteil     >>>   

“Erkenne Dich selbst” >>> Hegel >>>

Sokrates_Raffael_058

„Was meint der Gott damit? Worauf will er mich hinweisen?
Schließlich weiß ich doch, dass ich weder viel noch wenig weiß!
Und lügen wird er ja nicht, das ist ihm nicht erlaubt.“ (Apologie 21b /Verteidigungsrede)

 

 “Die drei Siebe des Sokrates” >>>

 

Die Erkenntnis des Geistes ist die konkreteste, darum höchste und schwerste.
Erkenne dich selbst, dies absolute Gebot hat weder an sich noch da,
wo es geschichtlich als ausgesprochen vorkommt, die Bedeutung nur einer Selbsterkenntnis nach den partikulären Fähigkeiten,
Charakter, Neigungen und Schwächen des Individuums,
sondern ...  >>>

Wenn man Christus betrachtet wie Sokrates, so betrachtet man ihn als gewöhnlichen Menschen, wie die Mohammedaner Christus betrachten als Gesandten Gottes, wie alle großen Menschen Gesandte, Boten Gottes in allgemeinem Sinne sind.
Wenn man von Christus nicht mehr sagt, als daß er Lehrer der Menschheit, Märtyrer der Wahrheit ist, so steht man nicht auf dem christlichen Standpunkte, nicht auf dem der wahren Religion.”
Kontext>>>

 

Wenn er nun aber, weil er das Prinzip, das nunmehr herankommen muß, ausspricht, zum Tode verurteilt wird, so liegt darin ebensosehr die hohe Gerechtigkeit, daß das athenische Volk seinen absoluten Feind verurteilt, als auch das Hochtragische, daß die Athener erfahren mußten, daß das, was sie im Sokrates verdammten, bei ihnen schon feste Wurzel gefaßt hatte, daß sie ebenso mitschuldig oder ebenso freizusprechen seien.”    >>> ( Der Peloponnesische Krieg )

“Nur in Zeiten, wo die Wirklichkeit eine hohle geist- und haltungslose Existenz ist, mag es dem Individuum gestattet sein, aus der wirklichen in die innerliche Lebendigkeit zurückzufliehen.
Sokrates stand in der Zeit des Verderbens der atheniensischen Demokratie auf: er verflüchtigte das Daseiende und floh in sich zurück, um dort das Rechte und Gute zu suchen.
Auch in unserer Zeit findet es mehr oder weniger statt, daß die Ehrfurcht vor dem Bestehenden nicht mehr vorhanden ist und daß der Mensch das Geltende als seinen Willen, als das von ihm Anerkannte haben will. “

 HEGEL - Grundlinien der Philosophie des Rechts  
-
Dritter Abschnitt. Das Gute und das Gewissen  
§ 138                  Kontext>>>

 

"Schlechte Grundsätze", sagt man, "zerstören sich von selbst, finden keinen Eingang." Das ist zum Teil wahr, zum Teil nicht; Beredsamkeit der Sophisten beim Pöbel*) regt seine Leidenschaften auf. "Es sei nur theoretisch, nicht Handlungen."
Aber der Staat beruht auf dem Gedanken, sein Bestehen hängt von den Gesinnungen der Menschen ab; es ist ein geistiges, nicht ein physisches Reich, - der Geist ist das Wesentliche. Da sind denn insofern Maximen, Grundsätze, die den Halt ausmachen; werden diese angegriffen, so muß die Regierung einschreiten.

Schicksal des Sokrates      -      Hegel Quelltext   >>>

*)Hegel - Überproduktion - Pöbel   >>>

Übrigens ist die Dialektik in der Philosophie nichts Neues.   >>> (Sokrates - Ironie)

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