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“Was kann unnützer sein, als eine Reihe bloßer Meinungen kennenzulernen, was langweiliger? Schriftstellerische Werke, welche Geschichten der Philosophie in dem Sinne sind, daß sie die Ideen der Philosophie in der Weise von Meinungen aufführen und behandeln, braucht man nur leicht anzusehen, um zu finden, wie dürr, langweilig und ohne Interesse das alles ist. Eine Meinung ist eine subjektive Vorstellung, ein beliebiger Gedanke, eine Einbildung, die ich so oder so und ein anderer anders haben kann; - eine Meinung ist mein, sie ist nicht ein in sich allgemeiner, an und für sich seiender Gedanke....” >>>
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Unsterbliche sterblich, Sterbliche unsterblich: sie leben gegenseitig ihren Tod und sterben ihr Leben. >>>
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»Die Demut ist jene luxuriöse Kunst, sich selbst zu einem Punkt zu reduzieren, nicht zu einem großen oder kleinen Ding, sondern zu einem Ding, das überhaupt des Umfanges entbehrt, so daß, mit ihm verglichen, alle kosmischen Dinge das sind, was sie wirklich sind - von maßloser Größe. Daß die Bäume hoch sind und die Gräser kurz, ist reiner Zufall; es gilt nur in bezug auf unseren eigenen Maßstab. Aber für den, welcher auch nur einen Augenblick dieses müßigen Maßstabes sich entledigen konnte, wird das Gras zum ewigen Wald, werden die Meilensteine der Landstraßen zu rätselhaften Bergen; die Blüten des Löwenzahns werden zu gigantischen, weithin leuchtenden Freudenfeuern, und die Maßliebchen auf ihren Stengeln zu Himmelssternen, einer den anderen überragend. Zwischen einem Zaunpfahl und dem nächsten sind neue erschreckende Landschaften: hier eine Wüste, die nichts anderes enthält als einen mißgestalteten Felsen; hier ein wunderbarer Wald, dess Bäume leuchtende Kronen mit allen Farben des Sonnenunterganges tragen; dort wieder eine See, voll von Ungeheuern, wie ein Dante nicht gewagt hätte, sie zu erträumen. Das sind die Visionen desjenigen, der, wie das Kind im Märchenbuch, sich vor dem Kleinsein nicht fürchtet.«
Gilbert Chesterton »Verteidigung des Unsinns, der Demut, des Schundromans und anderer mißachteter Dinge«: >>>
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"Der Teufel kann die Bibel zu seinem Zweck zitieren, und die Schriftstelle, die er heute am häufigsten zitiert, lautet: 'Das Himmelreich ist in euch'"
Gilbert Chesterton Zitate Chesterton >>>
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Träumten wir jede Nacht das gleiche, würde es uns genau so beschäftigen wie alles, was wir täglich sehen; wenn ein Handwerker sicher sein könnte, jede Nacht zwölf Stunden lang zu träumen, er sei König, so wäre er, glaube ich, fast ebenso glücklich wie ein König, der jede Nacht zwölf Stunden lang träumen würde, er sei ein Handwerker.
Träumten wir jede Nacht, wir würden von Feinden verfolgt und von diesen schreckhaften Schemen gequält, oder man verbrächte den ganzen Tag mit den verschiedensten Beschäftigungen, wie wenn man auf Reisen ist, dann würde man fast ebenso leiden, wie wenn es Wirklichkeit wäre, und man würde den Schlaf fürchten, wie man sich vor dem Erwachen fürchtet, wenn man Furcht hat, daß uns solch Unglück wirklich begegnen könnte. Und tatsächlich wird es fast die gleichen Leiden bereiten wie die Wirklichkeit.
Weil aber die Traumbilder immer wechseln und ein und dasselbe sich wandelt, berührt uns das, was man dort sieht, weniger als das, was man im Wachen sieht; und zwar, weil hier die Abfolge stetiger ist, die indessen nicht so stetig und gleichmäßig wäre, daß nicht auch Wandlungen geschähen, wenn auch weniger plötzliche; geschehen sie aber, und das ist nicht selten, wie zum Beispiel auf Reisen, dann sagt man: es scheint mir, daß ich träume. Denn das Leben ist nur ein um ein Weniges weniger unbeständiger Traum. -
Blaise Pascal, Gedanken.
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Verbringe nicht die Zeit mit der Suche nach einem Hindernis. Vielleicht ist keines da... Franz Kafka österr. Romanautor tschech. Herkunft, ('Der Prozess') 1883 - 1924
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„Tschuang Tse träumte, er sei ein Schmetterling und wüsste als solcher nichts von sich als Mensch. Nach dem Erwachen fragte er sich: ,War ich ein Mensch, der träumte er sei ein Schmetterling, oder bin ich jetzt ein Schmetterling, der träumt, er sei ein Mensch?’ “ Dschuang Dsi
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Hobbies:
"Ich habe kein hobby. Nicht daß ich eine Arbeitstier wäre, was nichts anderes mit sich anzufangen wüßte, als sich anzustrengen und zu tun, was es tun muß. Aber mit dem, womit ich mich außerhalb meines offiziellen Berufes abgebe, ist es mir, ohne alle Ausnahme, so ernst, daß mich die Vorstellung, es handele sich um hobbies, also um Beschäftigungen, in die ich mich sinnlos vernarrt habe, nur um Zeit totzuschlagen, schockierte, hätte nicht meine Erfahrung von Barbarei, die zur Selbstverständlichkeit geworden sind, mich abgehärtet." (Adorno) >>>
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“Wer Unverständige lobt, schadet ihnen gewaltig.“ >>> Demokrit von Abdera
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„Hegels Sprache bricht die übliche Grammatik nur deshalb, weil sie Unerhörtes zu sagen hat, zu dem die bisherige Grammatik keine Handhabe bietet."
(Ernst Bloch) >>> Hegel
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“Wir leben in einer Zeit vollkommener Mittel und verworrener Ziele.” (Albert Einstein)
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