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Marx

manfred herok©2000-10

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Eine Ware .... ein sehr vertracktes Ding ist, voll metaphysischer Spitzfindigkeit und theologischer Mucken...    >>> Text..
 

marx marx1
MarxManifesto

Von Hegel zu Marx:   (empörtes Selbstbewußtsein)

“Es ist die sich selbst zerreißende Natur aller Verhältnisse und das bewußte Zerreißen derselben;
nur als empörtes Selbstbewußtsein aber weiß es seine eigne Zerrissenheit,
und in diesem Wissen derselben hat es sich unmittelbar darüber erhoben.
In jener Eitelkeit wird aller Inhalt zu einem negativen, welches nicht mehr positiv gefaßt werden kann;
der positive Gegenstand ist nur das reine Ich selbst, und das zerrißne Bewußtsein ist an sich diese reine Sichselbstgleichheit des zu sich zurückgekommnen Selbstbewußtseins....”

Phänomenologie: Der sich entfremdete Geist...  >>>

[>>>  Wohltat des Reichen]

 Karl Marx

1818 geboren in Trier.
ursprünglich waren sowohl Vater als auch Mutter Juden
Vater war Jurist, konnte jedoch wegen seines jüdischen Glaubens die Praxis nicht weiterführen und konvertierte so 1817 zum evangelischen Glauben.
Vater untertänig, vermögend, französisch-aufgeklärt, liest den Kindern Voltaire, Racine und Rousseau vor
Mutter: verschwiegen, ängstlich-ungeistig

Religionswechsel wegen Beruf

1824 Marx wurde zusammen mit den anderen Kindern konvertiert 1825 Seine Mutter wurde schließlich konvertiert. Dieses Erlebnis (Religionswechsel wegen Beruf) wurde prägend für Marx' Verhältnis zur Religion 1830-35 Marx besuchte ein Gymnasium; er war überdurchschnittlich begabt; war aggressiv, ein Fremder unter Fremden

Entfremdung

1835 beginnt ein Jurastudium in Bonn 1836-41 Studium in Berlin (hauptsächlich Philosophie) 1841 Doktor der Philosophie: nur Dissertation, keine Prüfung
sein linkes Denken war Hindernis für eine akademische Laufbahn 1841/42 Redakteur der Rheinischen Zeitung; erster Kontakt zur Sozialen Frage
Probleme mit der Zensur

Konflikt mit der Obrigkeit

1843 mußte er die Tätigkeit aufgeben, die Zeitung wurde verboten März 1843 Heirat mit Jugendfreundin Jenny von Westphalen; lebte eine Weile von der Mitgift; wurde Ehefrau und Sekretärin. Sie identifizierte sich vollständig mit Marx' Ideen 1843-45 Marx ging in das liberale Frankreich, wo er an der Herausgabe der deutsch-französischen Jahrbücher teilnahm.
Er schrieb Artikel für die sozialistische Zeitung Vorwärts; lernte Heinrich Heine kennen 1845 Ausweisung aus Frankreich auf Druck der preußischen Regierung. Marx siedelt nach Brüssel über, wo er Friedrich Engels kennenlernt. Marx besucht kommunistische Kongresse in London

Kontakt mit FriedrichEngels

1848 Revolution von 1848
Zweiter Kommunistischer Kongreß: zusammen mit Engels veröffentlicht er das Kommunistische Manifest
Marx nimmt an der Neuen Rheinischen Zeitung teil

Kommunistisches Manifest

1849 Ausweisung aus Preußen, geht nach Paris, wo er erneut ausgewiesen wird; Übersiedelung nach London 1859-67 ausgedehntes Studium der politischen Ökonomie, arbeitet für diverse Zeitungen
Zur Kritik der politischen Ökonomie, Band I: Kapital
stellte Thesen auf über die Bewegung der kapitalistischen Produktion
=> historischer Materialismus; Hintergründe waren die Erscheinungen in England
Armut, Krankheit Marx'; Engels, der Sohn eines Textilfabrikenbesitzers half oft aus

historischer Materialismus
als Reaktion auf englische Verhältnisse

1860 Marx liest Darwins Evolutionstheorie und findet seine Ansicht darin wieder 1861
Die preußische Staatsbürgerschaft wird ihm erneut verweigert 1864 Gründung der Sozialistischen Internationale (Treffen der sozialistischen Bewegungen), hatte Probleme mit der Kleinstaaterei in Europa 1872 Verlegung der Sozialistischen Internationale in die USA 1876 Auflösung der Internationale 1881 Tod seiner Frau Jenny; Karl Marx zu krank, um an ihrem Begräbnis teilzunehmen Januar 1883 Tod seiner Tochter Jenny 14.3.1883 Tod von Karl Marx


 In den Krisen bricht eine gesellschaftliche Epidemie aus, welche allen früheren Epochen als ein Widersinn erschienen wäre - die Epidemie der Überproduktion.   (Marx)      >>>

“Es kommt hierin zum Vorschein, daß bei dem Übermaße des Reichtums die bürgerliche Gesellschaft nicht reich genug ist, d. h. an dem ihr eigentümlichen Vermögen nicht genug besitzt, dem Übermaße der Armut und der Erzeugung des Pöbels zu steuern.”   (Hegel)

Aber erkennt Hegel auch schon das Problem der Überproduktion (Über-reichtum),
als Quelle der Armut und der “Produktion” des “Pöbels”   (“Überflüssigmachens von Menschen”)? >>>

LINKS:

LINKS:

> In gewisser Art geht's dem Menschen wie der Ware

> Das Geheimnisvolle der Warenform besteht also einfach darin, daß....

> Mauerfall......

> Die Anatomie des Menschen ist ein Schlüssel zur Anatomie des Affen...

> Die Arbeit ist NICHT DIE QUELLE allen Reichtums.

> Wenn ein Denkriese wie Aristoteles in seiner Würdigung der Sklavenarbeit irrte, warum sollte ein Zwergökonom, wie Bastiat, in seiner Würdigung der Lohnarbeit richtig gehn?

> Die Bourgeoisie hat in der Geschichte eine höchst revolutionäre Rolle gespielt.  


Von Hegel zu Marx: ( empörtes Selbstbewußtsein des verarmten Bürgers, der nicht nur [Lohn]abhängig wird, sondern der Wohltätigkeit des Reichen zudem anheim fällt [tieftste innerlichste Empörung])

“- Der Reichtum teilt also mit dem Klienten die Verworfenheit, aber an die Stelle der Empörung tritt der Übermut.
Denn er weiß nach der einen Seite, wie der Klient, das Für-sich-sein als ein zufälliges Ding; aber er selbst ist diese Zufälligkeit, in deren Gewalt die Persönlichkeit steht.
In diesem Übermute, der durch eine Mahlzeit ein fremdes Ich-selbst erhalten, und sich dadurch die Unterwerfung von dessen innerstem Wesen erworben zu haben meint, übersieht er die innere Empörung des andern;
er übersieht die vollkommene Abwerfung aller Fessel, diese reine Zerrissenheit, welcher, indem ihr die Sichselbstgleichheit des Für-sich-seins schlechthin ungleich geworden, alles Gleiche, alles Bestehen zerrissen ist, und die daher die Meinung und Ansicht des Wohltäters am meisten zerreißt. Er steht unmittelbar vor diesem innersten Abgrunde, vor dieser bodenlosen Tiefe, worin aller Halt und Substanz verschwunden ist; und er sieht in dieser Tiefe nichts als ein gemeines Ding, ein Spiel seiner Laune, einen Zufall seiner Willkür; sein Geist ist die ganz wesenlose Meinung, die geistverlaßne Oberfläche zu sein.”

Phänomenologie: Der sich entfremdete Geist...  >>>


Jedermann weiß, wenn er auch sonst nichts weiß,
daß die Waren eine mit den bunten Naturalformen ihrer Gebrauchswerte höchst frappant kontrastierende, gemeinsame Wertform besitzen
 - die Geldform.
Hier gilt es jedoch zu leisten,
was von der bürgerlichen Ökonomie nicht einmal versucht ward,
nämlich die Genesis dieser Geldform nachzuweisen,
also die Entwicklung des im Wertverhältnis der Waren enthaltenen Wertausdrucks von seiner einfachsten unscheinbarsten Gestalt bis zur blendenden Geldform zu verfolgen.
Damit verschwindet zugleich das Geldrätsel. “   
  
  
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Ich bin ich, bespiegelt sich der Mensch zuerst in einem andren Menschen.
Erst durch die Beziehung auf den Menschen Paul als seinesgleichen bezieht sich der Mensch”

>>>

Hegel >

Von Hegel zu Marx:   (Die “klassische” Verbindung Hegel-Marx: Die Wahrheit des selbstständigen Bewußtseins... - auf der Ebene der noch unreflektierten Seinslogik, wie sie auf der Ebene des realen Geistes im Gemeinwesen unmittelbar als “Rest des Seins” je individuell “anwest”)

“Die Wahrheit des selbstständigen Bewußtseins ist demnach das knechtische Bewußtsein.
Dieses erscheint zwar zunächst außer sich und nicht als die Wahrheit des Selbstbewußtsein.
Aber wie die Herrschaft zeigte, daß ihr Wesen das Verkehrte dessen ist, was sie sein will,
so wird auch wohl die Knechtschaft vielmehr in ihrer Vollbringung zum Gegenteile dessen werden, was sie unmittelbar ist; sie wird als in sich zurückgedrängtes Bewußtsein in sich gehen,
und zur wahren Selbstständigkeit sich umkehren. ...
...  Dies Bewußtsein hat nämlich nicht um dieses oder jenes, noch für diesen oder jenen Augenblick Angst gehabt, sondern um sein ganzes Wesen;
denn es hat die Furcht des Todes, des absoluten Herrn, empfunden. “

Phänomenologie:Selbstständigkeit und Unselbstständigkeit
des Selbstbewußtseins;
Herrschaft und Knechtschaft

[>>>  Wohltat des Reichen]

Die ganze geschichtliche Bewegung ist so in den Händen der Bourgeoisie konzentriert;
jeder Sieg, der so errungen wird,
ist ein Sieg der Bourgeoisie.”

>>>  Komm.Manifest

Die Bourgeoisie hat dem Familienverhältnis seinen rührend-sentimentalen Schleier abgerissen
und es auf ein reines Geldverhältnis zurückgeführt.”

>>>  Komm.Manifest

Alles Ständische und Stehende verdampft,
alles Heilige wird entweiht,
und die Menschen sind endlich gezwungen,
ihre Lebensstellung, ihre gegenseitigen Beziehungen mit nüchternen Augen anzusehen.”

>>>  Komm.Manifest

Emanzipatorische jüdisch/christliche Tradition z.B.:

“Weil die Elenden Gewalt leiden und die Armen seufzen, will ich jetzt aufstehen, spricht der Herr, ich will Hilfe schaffen dem, der sich danach sehnt.”
Psalm 12,6

“Der Geist hilft unsrer Schwachheit auf. Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich's gebührt; sondern der Geist selbst vertritt uns mit unaussprechlichem Seufzen”.
Römer 8,26

(Bibeltexte   >>>)

“Arbeit macht frei?”    > Adorno >>>

Krise - Eigentum

Und erkennt Hegel auch schon das Problem der Überproduktion (Über-reichtum),
als Quelle der Armut und der “Produktion” des “Pöbels”   (“Überflüssigmachens von Menschen”)? >>>

Die Bourgeoisie hat das Land der Herrschaft der Stadt unterworfen.
Sie hat enorme Städte geschaffen,
sie hat die Zahl der städtischen Bevölkerung gegenüber der ländlichen in hohem Grade vermehrt und so einen bedeutenden Teil der Bevölkerung dem Idiotismus des Landlebens entrissen.
Wie sie das Land von der Stadt,
hat sie die barbarischen und halbbarbarischen Länder von den zivilisierten, die Bauernvölker von den Bourgeoisvölkern, den Orient vom Okzident abhängig gemacht.”
>>>

Als Strafe der Sünde ist ausgesprochen die Arbeit usf.;
das ist im allgemeinen eine notwendige Konsequenz.
Das Tier arbeitet nicht, nur gezwungen, nicht von Natur; es ißt nicht sein Brot im Schweiß des Angesichts, bringt sein Brot sich nicht selbst hervor: von allen Bedürfnissen, die es hat, findet es unmittelbar in der Natur Befriedigung.
Der Mensch findet auch das Material dazu, aber, kann man sagen,
das Material, ist das wenigste für den Menschen, - die unendliche Vermittlung der Befriedigung seiner Bedürfnisse geschieht nur durch Arbeit.
Die Arbeit im Schweiß des Angesichts, die körperliche und die Arbeit des Geistes,
>>> bei der es saurer wird als bei jener,
ist in unmittelbarem Zusammenhang mit der Erkenntnis des Guten und Bösen.
Daß der Mensch sich zu dem machen muß, was er ist,
daß er im Schweiße seines Angesichtes sein Brot ißt, hervorbringen muß,
was er ist, das gehört zum Wesentlichen, zum Ausgezeichneten des Menschen
und hängt notwendig zusammen mit der Erkenntnis des Guten und Bösen.” >>>

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