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manfred herok    2012

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Hegel -  Religion

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Hegel gegen die aufkommende, moderne antisemitische Literatur

"So formelles Recht man etwa gegen die Juden in Ansehung der Verleihung selbst von bürgerlichen Rechten gehabt hätte, indem sie sich nicht bloß als eine besondere Religionspartei, sondern als einem fremden Volke angehörig ansehen sollten,
so sehr hat das aus diesen und anderen Gesichtspunkten erhobene Geschrei übersehen,
daß sie zuallererst Menschen sind und daß dies nicht nur eine flache, abstrakte Qualität ist
(§ 209 Anm.), sondern daß darin liegt, daß durch die zugestandenen bürgerlichen Rechte vielmehr das Selbstgefühl, als rechtliche Personen in der bürgerlichen Gesellschaft zu gelten, und aus dieser unendlichen, von allem anderen freien Wurzel die verlangte Ausgleichung der Denkungsart und Gesinnung zustande kommt.
Die den Juden vorgeworfene Trennung hätte sich vielmehr erhalten und wäre dem ausschließenden Staate mit Recht zur Schuld und Vorwurf geworden; denn er hätte damit sein Prinzip, die objektive Institution und deren Macht verkannt
(vgl. § 268 Anm. am Ende).
[Weshalb das Nazi-Regime richtig als Unstaat (Anti-Rechtsstaat) zu definieren ist . M.H.]
Die Behauptung dieser Ausschließung, indem sie aufs höchste recht zu haben vermeinte, hat sich auch in der Erfahrung am törichtsten, die Handlungsart der Regierungen hingegen als das Weise und Würdige erwiesen." 
                  hegel - kontext  >>>

    Hegel, Grundlinien der Philosophie des Rechts, 1821, 270, HW 7, S. 421   

             . "Der gegen Hegel stets erhobene Vorwurf, er habe den preußischen Staat vergottet,
    pflegt zu übersehen, daß zu jener Zeit in Deutschland Preußen recht fortgeschrittene Institutionen besaß, und daß es dem Philosophen mehr als um Preußen um die Einrichtung der Freiheit ging."

     (Max Horkheimer, "Nachwort zu Porträts deutsch-jüdischer Geistesgeschichte", 1961, in: Gesammelte Schriften, Bd. 8, Frankfurt 1985, S. 181.
    )

    ( Hegel- Das innere Staatsrecht - § 270 - Fußnote)

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Hegel gegen den aufkommenden, modernen Rassismus.

Rücksichtlich der Rassenverschiedenheit der Menschen muß zuvörderst bemerkt werden     >>>

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“Sind nämlich die Unterschiede der Geburt durch positive Gesetze und deren Gültigkeit zu einem festen Unrecht geworden,
wie z. B. die Geburt als Paria, Jude usf., so ist es einerseits die ganz richtige Ansicht, daß der Mensch in der sich gegen solch ein Hindernis empörenden Freiheit seines Innern sie für auflösbar hält und sich als frei davon erkennt.
Sie zu bekämpfen erscheint deshalb als eine absolute Berechtigung.”

HEGEL: Vorlesungen über die Ästhetik / ... / 3. Die Handlung  /c. Die Kollision         >>>

“Christus nennt sich Gottessohn und Menschensohn: dieses ist eigentlich zu nehmen.
Die Araber bezeichnen sich gegenseitig als Sohn eines gewissen Stammes;
Christus gehört dem menschlichen Geschlecht an; dieses ist sein Stamm.” 
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