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manfred herok©2000-10

" Es ist kein Satz des Heraklit,
den ich nicht in meine Logik aufgenommen."  (Hegel)        >>>


“Das Wahre ist das Ganze.”   (HEGEL)


“Die Absicht, dass der Mensch glücklich sei,
ist im Plan der Schöpfung nicht enthalten.”
(Sigmund Freud)  >>>


“Glückselig ihr Armen, denn euer ist das Reich Gottes.”
>>>


“Die Glückseligkeit ist die nur vorgestellte, abstrakte Allgemeinheit des Inhalts, welche nur sein soll.“
(Hegel/Glückseligkeit) >>>


Denn Denken hat das Moment des Allgemeinen.
Was triftig gedacht wurde, muß woanders, von anderen gedacht werden:
dies Vertrauen begleitet noch den einsamsten und ohnmächtigsten Gedanken.
Wer denkt, ist in aller Kritik nicht wütend:
Denken hat die Wut sublimiert.
Weil der Denkende es sich nicht antun muß, will er es auch den anderen nicht antun.
Das Glück, das im Auge des Denkenden aufgeht, ist das Glück der Menschheit.
Die universale Unterdrückungstendenz geht gegen den Gedanken als solchen. Glück ist er, noch wo er das Unglück bestimmt: indem er es ausspricht.
Damit allein reicht Glück ins universale Unglück hinein.
Wer es sich nicht verkümmern läßt, der hat nicht resigniert.

[Band 10: Kulturkritik und Gesellschaft I/II: Kritische Modelle 3. Digitale Bibliothek Band 97: Theodor W. Adorno: Gesammelte Schriften, S. 8732 (vgl. GS 10.2, S. 798 ff.)]


Ich bin nicht immer meiner Meinung

Paul Valéry 8


Es ist wahr! Nervös, schrecklich nervös war ich und bin ich noch;
aber weshalb soll ich wahnsinnig sein?”
                                 >>> Edgar Allan Poe


“Wahre Kunst hat nichts, aber auch garnichts mit geschmacklosem emotionalem Exhibitionismus zu tun; ...”

(aus. Slavoj Zizek, Die politische Suspension des Ethischen, Suhrkamp 2005 S.11/12 )siehe >>>


»Jeder Engel ist schrecklich«            >>>
(
R. M. Rilke)


  < >

 “Nur hier ist Leiden Leiden.
Nicht so, als ob die, welche hier leiden, anderswo wegen dieses Leidens erhöht werden sollen,
sondern so, daß das, was in dieser Welt leiden heißt,
in einer andern Welt, unverändert und nur befreit von seinem Gegensatz, Seligkeit ist.”

                                                                              (?>>>


So wird die aufopfernde Liebe der Naivität entkleidet,
von der natürlichen getrennt und als Verdienst gebucht.       >>>


Hier ist nicht Jude noch Grieche,
hier ist nicht Sklave noch Freier,
hier ist nicht Mann noch Frau;
denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus.

(an die Galater 3,28)  (>>>)                   Paulus   >>>


“Ein erstes Zeichen beginnender Erkenntnis ist der Wunsch zu sterben.
Dieses Leben scheint unerträglich, ein anderes unerreichbar.
Man schämt sich nicht mehr, sterben zu wollen;
man bittet, aus der alten Zelle, die man haßt,
in eine neue gebracht zu werden, die man erst hassen lernen wird.
Ein Rest von Glauben wirkt dabei mit,
während des Transportes werde zufällig der Herr durch den Gang kommen,
den Gefangenen ansehen und sagen:
»Diesen sollt ihr nicht wieder einsperren. Er kommt zu mir.«” 
                                                                              >>> Kafka


 "Das Auge, mit dem mich Gott sieht, ist das Auge, mit dem ich ihn sehe; mein Auge und sein Auge ist eins. In der Gerechtigkeit werde ich in Gott gewogen und er in mir. Wenn Gott nicht wäre, wäre ich nicht; wenn ich nicht wäre, so wäre er nicht. Dies ist jedoch nicht not zu wissen, denn es sind Dinge, die leicht mißverstanden werden und die nur im Begriff erfaßt werden können."                                                  >>>   Meister Eckhart


“Das 'Hol' ihn der Teufel', das sich so häufig in scherzendem Unterton über unsere Lippen drängt, in unserem Unbewußten ist es ein ernsthafter, kraftvoller Todeswunsch.”     S.Freud


“Es geht lange fort, auf dem vorigen Wege zu gehen.
Der Deutsche, je knechtischer auf der einen Seite, desto zügelloser ist er auf der anderen;
Beschränktheit und Maßloses, Originalität, ist der Satansengel, der uns mit Fäusten schlägt.”

Hegel/Descartes   >>>


"Erfahrung ist fast immer eine Parodie auf die Idee."
Johann Wolfgang von Goethe                             (Goethe >>> Hegel)


“ D. h. die Furcht Gottes ist die Voraussetzung der wahren Liebe.”

Hegel/Die Vorstellung   >>>


"Der Affekt ist eine verworrene Idee; der Affekt ist daher um so mehr in unserer Gewalt, je genauer wir ihn kennen."

Spinoza  Ethices V, Prop. III,


"Ich (...) komme mir vor wie das keltische Zaubermännchen (Rumpelstilzchen)...”
>>>  Sigmund Freud  >>>


„Es ist besser ein unzufriedener Mensch zu sein, als ein zufriedenes Schwein;
besser ein unzufriedener Sokrates als ein zufriedener Narr.“

Mill, John Stuart. Der Utilitarismus. Philipp Reclam. Stuttgart 2004. S. 18


Als
Gregor Samsa
eines Morgens
aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt.  >>>


"...die Ordnung, das System der natürlichen Dinge (ordo rerum) ist dasselbe
 als die Ordnung der Gedanken (idearum)"

Spinoza  Ethices II, Prop. VII, p. 82


"... wenn etwa von Antisemiten gesagt wird, die Juden entzögen sich der harten körperlichen Arbeit, so wäre es nicht der Weisheit letzter Schluß,
zu erwidern, es habe doch im Osten so viele jüdische Schuster und Schneider gegeben,
und es gebe heute in New York so viele jüdische Taxichauffeure.  
Indem man so spricht,...” 
Zitat aus Adornos Rede "Zur Bekämpfung des Antisemitismus heute":>>>


Aber indem so die logischen Gegenstände wie deren Ausdrücke etwa in der Bildung Allbekanntes sind, so ist, wie ich anderwärts gesagt*) ,
was bekannt ist, darum nicht erkannt;
und es kann selbst die Ungeduld erregen, sich noch mit Bekanntem beschäftigen zu sollen, - und was ist bekannter als eben die Denkbestimmungen, von denen wir allenthalben Gebrauch machen,
die uns in jedem Satze, den wir sprechen, zum Munde herausgehen.”

(Die Wissenschaft der Logik / Vorrede zur zweiten Ausgabe)

*Das Bekannte überhaupt ist darum, weil es bekannt ist, nicht erkannt.  >>>


Der Mensch als solcher ist Bewußtsein,
   
eben damit tritt er in diese Entzweiung,
     -das Bewußtsein,                                                                          das in seiner weiteren Bestimmung Erkennen ist.”
                        Hegel >

(>>>...Indem in der Schlange das Prinzip der Erkenntnis ...”/ Philosophie d.Religion II)


“Dadurch, daß der Mensch erkennt, daß er ein Denkendes ist,
kann er nur den Unterschied von gut und böse machen;
im Denken liegt allein die Quelle des Bösen und Guten:
es liegt im Denken aber auch die Heilung des Bösen,
was durch das Denken angerichtet ist.”     >>>


Seit Ewigkeit ist Gott allein alles.
Sein Wesen gliedert sich in drei ewige Unterscheidungen.

Jakob Böhme  >>>

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