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Kant
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manfred herok©2000-10

Geboren am 22.4.1724 in Königsberg;
gestorben am 12.2.1804 in Königsberg.

 

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"Durch dieses Ich, oder Er, oder Es (das Ding),
welches denkt,
wird nun nichts weiter, als ein transzendentales Subjekt der Gedanken vorgestellt = x, welches nur durch die Gedanken, die seine Prädikate sind, erkannt wird, und wovon wir, abgesondert, niemals den mindesten Begriff haben können; ..."

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Das Ideal ist ihr also das Urbild (Prototypon) aller Dinge >

»Dieses System der Kategorien macht nun alle Behandlung eines jeden Gegenstandes der reinen Vernunft selbst systematisch, und gibt eine ungezweifelte Anweisung oder Leitfaden ab, wie und durch welche Punkte der Untersuchung jede metaphysische Betrachtung, wenn sie vollständig werden soll, müsse geführt werden: denn es erschöpft alle Momente des Verstandes, unter welche jeder andere Begriff gebracht werden muß« (Prolegomena § 39).

Urteilstafel:

2. QUALITÄT
Bejahende
Verneinende
Unendliche

1. QUANTITÄT DER URTEILE
Allgemeine
Besondere
Einzelne

 3. RELATION
 Kategorische
 Hypothetische
 Disjunktive

4. MODALITÄT
Problematische
Assertorische
Apodiktische

»Von der Eigentümlichkeit unseres Verstandes aber,
nur vermittelst der Kategorien und nur gerade durch diese Art und Zahl derselben
Einheit der Apperzeption a priori zustande zu bringen, läßt sich ebensowenig ferner ein Grund angeben,
als warum wir gerade diese und keine anderen Funktionen zu urteilen haben,
oder warum Zeit und Raum die einzigen Formen unserer möglichen Anschauung sind« (B 145/146).

»Das: Ich denke, muß alle meine Vorstellungen begleiten können;
denn sonst würde etwas in mir vorgestellt werden, was gar nicht gedacht werden könnte,
welches ebensoviel heißt, als die Vorstellung würde entweder unmöglich,
oder wenigstens für mich nichts sein
... Also hat alles Mannigfaltige der Anschauung eine notwendige Beziehung auf das:
Ich denke, in demselben Subjekt, darin dieses Mannigfaltige angetroffen wird.
Diese Vorstellung aber ist ein Aktus der Spontaneität, d.i. sie kann nicht als zur Sinnlichkeit gehörig angesehen werden. Ich nenne sie die reine Apperzeption
...
Ich nenne auch die Einheit derselben die transzendentale Einheit des Selbstbewußtseins,
um die Möglichkeit der Erkenntnis a priori aus ihr zu bezeichnen« (B 131 f).

T a f e l  d e r  K a t e g o r i e n :

Der Quantität:

E i n h e i t
V i e l h e i t
A l l h e i t

 

Der Quantität:

E i n h e i t
V i e l h e i t
A l l h e i t
 

Der Modalität:

M ö g l i c h k e i t - Unmöglichkeit
D a s e i n - Nichtsein
N o t w e n d i g k e i t - Zufälligkeit.

Der Relation:

der I n h ä r e n z und Subsistenz (substantia et accidens)
der K a u s a l i t ä t und Dependenz (Ursache und Wirkung)
der G e m e i n s c h a f t
(Wechselwirkung zwischen dem Handelnden und Leidenden)

Und gerade in diesen letzteren Erkenntnissen, welche über die Sinnenwelt hinausgehen,
wo Erfahrung gar keinen Leitfaden, noch Berichtigung geben kann,
liegen die Nachforschungen unserer Vernunft, die wir, der Wichtigkeit nach, für weit vorzüglicher,
und ihre Endabsicht für viel erhabener halten, als alles, was der Verstand im Felde der Erscheinungen lernen kann, wobei wir, sogar auf die Gefahr zu irren, eher alles wagen,
als daß wir so angelegene Untersuchungen aus irgendeinem Grunde der Bedenklichkeit,
oder aus Geringschätzung und Gleichgültigkeit aufgeben sollten.
Diese unvermeidlichen Aufgaben der reinen Vernunft selbst sind Gott, Freiheit und Unsterblichkeit.
Die Wissenschaft aber, deren Endabsicht mit allen ihren Zurüstungen eigentlich nur auf die Auflösung derselben gerichtet ist, heißt Metaphysik,
deren Verfahren im Anfange dogmatisch ist, d. i. ohne vorhergehende Prüfung des Vermögens oder Unvermögens der Vernunft zu einer so großen Unternehmung zuversichtlich die Ausführung übernimmt.

Nun kann sich niemand eine Verneinung bestimmt denken,
ohne daß er die entgegengesetzte Bejahung zum Grunde liegen habe.
Der Blindgeborene kann sich nicht die mindeste Vorstellung von Finsternis machen, weil er keine vom Lichte hat; der Wilde nicht von der Armut, weil er den Wohlstand nicht kennt.**
Der Unwissende hat keinen Begriff von seiner Unwissenheit, weil er keinen von der Wissenschaft hat, usw. Es sind also auch alle Begriffe der Negationen abgeleitet, und die Realitäten enthalten die Data und sozusagen die Materie, oder den transzendentalen Inhalt, zu der Möglichkeit und durchgängigen Bestimmung aller Dinge.”    (
Von dem transzendentalen Ideal (Prototypon transzendentale  >>>)


 “Sapere aude!
Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung. Faulheit und Feigheit sind die Ursachen, warum ein so großer Teil der Menschen, nachdem sie die Natur längst von fremder Leitung frei gesprochen (naturaliter maiorennes),
dennoch gerne zeitlebens unmündig bleiben;
und warum es Anderen so leicht wird, sich zu deren Vormündern aufzuwerfen.
Es ist so bequem, unmündig zu sein....”  >>>                                                              >>>

notizen bibel

Notiz

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Transzendentales Ideal >

Was ist Aufklärung?

HEGEL:
β) ohne subjektive Freiheit - Heteronomisch - Kant
- das nur Reflektierte für eine Beschränkung erkennen - Sich vom Objekt als Reiz usf. bestimmen lassen
- Diese Subjektivität, absolutes Prinzip
- als Moment unserer Zeiten

>>>  Grundlinien

 

Die Aufklärung

“Der eigentümliche Gegenstand, gegen welchen die reine Einsicht die Kraft des Begriffes richtet,

ist der Glauben, als die ihr in demselben Elemente gegenüberstehende Form des reinen Bewußtseins. Sie hat aber auch Beziehung auf die wirkliche Welt, denn sie ist wie jener die Rückkehr aus derselben in das reine Bewußtsein.
Es ist zuerst zu sehen, wie ihre Tätigkeit gegen die unlautern Absichten und verkehrten Einsichten derselben beschaffen ist.

Oben wurde schon des ruhigen Bewußtseins erwähnt, das diesem sich in sich auflösenden und wieder erzeugenden Wirbel gegenübersteht;
es macht die Seite der reinen Einsicht und Absicht aus.

In dies ruhige Bewußtsein fällt aber, wie wir sahen, keine besondere Einsicht über die Welt der Bildung; diese hat vielmehr selbst das schmerzlichste Gefühl und die wahrste Einsicht über sich selbst - das Gefühl, die Auflösung alles sich befestigenden,
durch alle Momente ihres Daseins hindurch gerädert und an allen Knochen zerschlagen zu sein; ebenso ist sie die Sprache dieses Gefühls und die beurteilende geistreiche Rede über alle Seiten ihres Zustands.

Die reine Einsicht kann daher hier keine eigene Tätigkeit und Inhalt haben, und sich also nur als das formelle treue Auffassen dieser eignen geistreichen Einsicht der Welt und ihrer Sprache verhalten. Indem diese Sprache zerstreut, die Beurteilung eine Faselei des Augenblicks, die sich sogleich wieder vergißt, und ein Ganzes nur für ein drittes Bewußtsein ist, so kann sich dieses als reine Einsicht nur dadurch unterscheiden, daß es jene sich zerstreuenden Züge in ein allgemeines Bild zusammenfaßt, und sie dann zu einer Einsicht aller macht.

Sie wird durch dies einfache Mittel die Verwirrung dieser Welt zur Auflösung bringen.

Denn es hat sich ergeben, daß nicht die Massen und die bestimmten Begriffe und Individualitäten das Wesen dieser Wirklichkeit sind, sondern daß sie ihre Substanz und Halt allein in dem Geiste hat, der als Urteilen und Besprechen existiert, und daß das Interesse, für dies Räsonieren und Schwatzen einen Inhalt zu haben, allein das Ganze und die Massen seiner Gegliederung erhält.

In dieser Sprache der Einsicht ist ihr Selbstbewußtsein sich noch ein Fürsichseiendes, dieses Einzelne; aber die Eitelkeit des Inhalts ist zugleich Eitelkeit des ihn eitel wissenden Selbsts.

Indem nun das ruhig auffassende Bewußtsein von diesem ganzen geistreichen Geschwätze der Eitelkeit die treffendsten und die Sache durchschneidenden Fassungen in eine Sammlung bringt, geht zu der übrigen Eitelkeit des Daseins die das Ganze noch erhaltende Seele, die Eitelkeit des geistreichen Beurteilens, zugrunde. Die Sammlung zeigt den meisten einen bessern, oder allen wenigstens einen vielfachern Witz, als der ihrige ist, und das Besserwissen und Beurteilen überhaupt als etwas Allgemeines und nun allgemein Bekanntes; damit tilgt sich das einzige Interesse, das noch vorhanden war, und das einzelne Einsehen löst sich in die allgemeine Einsicht auf.

Noch aber steht über dem eiteln Wissen das Wissen von dem Wesen fest, und die reine Einsicht erscheint erst in eigentlicher Tätigkeit, insofern sie gegen den Glauben auftritt....”

Hegel   >>>  im Kontext

Der Antagonismus (ungesellige Geselligkeit)    >>>

Immanuel Kant
Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absicht.
"Berlinische Monatsschrift", November 1784, S. 385-411                 >>>

Was ist die Aufklärung Immanuel Kant`s?
- Manfred Herok       >>>

notizen bibel

Die Wahrheit der Aufklärung”

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