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                                                                                                                                manfred herok    2014

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Theodor W. Adorno

* 11. September 1903 in Frankfurt am Main;
† 6. August 1969 in Visp, Schweiz; ursprünglich: Theodor Ludwig Wiesengrund

"Wer denkt, ist nicht wütend".

“Glück ist er, noch wo er das Unglück bestimmt: indem er es ausspricht.” 
(Der Gedanke   >>>)

"Das Ganze ist das Unwahre"    >>>

"Kultur heute schlägt alles mit Ähnlichkeit. Film, Radio, Magazine machen ein System aus. Jede Sparte ist einstimmig in sich und alle zusammen. ... Indem unterm Zwang des Systems jedes Produkt Reklametechnik verwendet, ist diese ins Idiom, den "Stil" der Kulturindustrie einmarschiert."   >>>

Theodor W. Adorno: Negative Dialektik (1969)

“Philosophie, die einmal überholt schien, erhält sich am Leben, weil der Augenblick ihrer Verwirklichung versäumt ward.
Das summarische Urteil, sie habe die Welt bloß interpretiert, sei durch Resignation vor der Realität verkrüppelt auch in sich,
wird zum Defaitismus der Vernunft, nachdem die Veränderung der Welt mißlang.
Sie gewährt keinen Ort, von dem aus Theorie als solche des Anachronistischen,
dessen sie nach wie vor verdächtig ist, konkret zu überführen wäre.        

Vielleicht langte die Interpretation nicht zu, die den praktischen Übergang verhieß.
Der Augenblick, an dem die Kritik der Theorie hing,
läßt nicht theoretisch sich prolongieren.
Praxis, auf unabsehbare Zeit vertagt, ist nicht mehr die Einspruchsinstanz gegen selbstzufriedene Spekulation, sondern meist der Vorwand, unter dem Exekutiven den kritischen Gedanken als eitel abzuwürgen, dessen verändernde Praxis bedürfte.

Nachdem Philosophie das Versprechen, sie sei eins mit der Wirklichkeit oder stünde unmittelbar vor deren Herstellung, brach, ist sie genötigt, sich selber rücksichtslos zu kritisieren.”

(Adorno, Theodor W.: Negative Dialektik, Einleitung, S. 15. Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1969. 16,00 EUR. ISBN 3-518-29306-0)

 Zitat aus Adornos Rede
"Zur Bekämpfung des Antisemitismus heute
":

"... wenn etwa von Antisemiten gesagt wird, die Juden entzögen sich der harten körperlichen Arbeit, so wäre es nicht der Weisheit letzter Schluß,
zu erwidern, es habe doch im Osten so viele jüdische Schuster und Schneider gegeben, und es gebe heute in New York so viele jüdische Taxichauffeure.  
Indem man so spricht, gibt man den Antiintellektualismus bereits vor und begibt sich auf die Ebene des Gegners. auf der man stets im Nachteil ist.                                             Man müsste stattdessen aussprechen, daß diese ganze Argumentation eine Rancune-Argumentation [Ressentiment, Rancune: heimliche Feindschaft, Groll.] ist:
weil man selber glaubt, hart arbeiten zu müssen oder es wirklich muß;
und weil man im tiefsten weiß,
daß harte physische Arbeit heute eigentlich bereits überflüssig ist, denunziert man dann die,
von denen zu Recht oder Unrecht behauptet wird,
sie hätten es leichter. 
Eine wahre Entgegnung wäre, daß Handarbeit alten Stils heute überhaupt überflüssig,
daß sie durch die Technik überholt ist und
daß es etwas tief Verlogenes hat einer bestimmten Gruppe Vorwürfe zu machen,
daß sie nicht hart genug physisch arbeitet.
Es ist Menschenrecht, sich nicht physisch abzuquälen, sondern sich lieber geistig zu entfalten."

 "Unsere Träume sind nicht nur als 'unsere' untereinander verbunden,
sondern bilden auch ein Kontinuum,
gehören einer einheitlichen Welt an, so etwa, wie alle Erzählungen von Kafka  in 'Demselben' spielen.
Je enger aber Träume untereinander zusammenhängen oder sich wiederholen,
um so größer die Gefahr,
daß wir sie von der Wirklichkeit nicht mehr unterscheiden können."

(Theodor W. Adorno, Traumprotokolle)

Negative Dialektik:

“Hitler hat den Menschen im Stande ihrer Unfreiheit einen neuen kategorischen Imperativ aufgezwungen: ihr Denken und Handeln so einzurichten, daß Auschwitz nicht sich wiederhole, nichts ähnliches geschehe.” (S. 358)

 

arbeit_macht_frei_dachau                 >>>

“Beides, Körper und Geist, sind Abstraktionen von ihrer Erfahrung, ihre radikale Differenz ein Gesetztes.
Sie reflektiert das historisch gewonnene ‘Selbstbewußtsein’ des Geistes und seine Lossage von dem, was er um der eigenen Identität willen negiert.
Alles Geistige ist modifiziert leibhafter Impuls, und solche Modifikation der qualitative Umschlag in das, was nicht bloß ist.”  
(S. .202.)

“Das Geheimnis durch Identifikation verleugnen, dadurch,
daß man stets mehr Brocken ihm entreißt, löst es nicht.
Eher straft es, als wenn es spielte, die Naturbeherrschung Lügen durchs Memento der Ohnmacht ihrer Macht.
Aufklärung läßt vom metaphysischen Wahrheitsgehalt so gut wie nichts übrig, nach einer neueren musikalischen Vortragsbezeichnung presque rien.
Das Zurückweichende wird immer kleiner, so wie Goethe in der ein  Äußerstes nennenden Parabel des Kästchens der Neuen Melusine es darstellte; 
immer unscheinbarer;  das ist der erkenntniskritische wie der geschichtsphilosophische Grund dafür daß Metaphysik in die Mikrologie einwandert.
Diese ist Ort der Metaphysik als Zuflucht vor der Totale.
Kein Absolutes ist anders auszudrücken als in Stoffen und Kategorien der Immanenz während doch weder diese in ihrer Bedingtheit noch ihr totaler Inbegriff zu vergotten ist.
Metaphysik ist, dem eigenen Begriff nach, möglich nicht als ein deduktiver Zusammenhang von Urteilen über Seiendes.
Genausowenig kann sie nach dem Muster eines absolut Verschiedenen
Gedacht werden, das furchtbar des Denkens spottete.
Danach wäre sie möglich allein als lesbare Konstellation von Seiendem.
Von diesem empfinge sie den Stoff, ohne den sie nicht wäre, verklärte aber nicht das Dasein ihrer Elemente, sondern brächte sie zu einer Konfiguration, in der die Elemente zur Schrift zusammentreten.
Dazu muß sie sich auf das Wünschen verstehen.
Daß der Wunsch ein schlechter Vater des Gedankens sei, ist seit Xenophanes eine der Generalthesen der europäischen Aufklärung, und sie gilt ungemildert noch gegenüber den ontologischen Restaurationsversuchen.
Aber Denken. selber ein Verhalten, enthält das Bedürfnis - zunächst die Lebensnot
- in sich.
Aus dem Bedürfnis wird gedacht, auch, wo das wishful thinking verworfen ist.
Der Motor des Bedürfnisses ist der der Anstrengung die Denken als Tun involviert. Gegenstand von Kritik ist darum nicht das Bedürfnis im Denken sondern das Verhältnis zwischen beiden.
Das Bedürfnis im Denken will aber daß gedacht werde.
Es verlangt seine Negation durchs Denken, muß im Denken verschwinden,
wenn es real sich befriedigen soll, und in dieser Negation überdauert es,
vertritt in der innersten Zelle des Gedankens was nicht seinesgleichen ist.
Die kleinsten innerweltlichen Züge hätten Relevanz fürs Absolute, denn der mikrologische Blick zertrümmert die Schalen des nach dem Maß des subsumierenden Oberbegriffs hilflos vereinzelten und sprengt seine Identität, den Trug, es wäre bloß Exemplar. Solches Denken ist solidarisch mit Metaphysik im Augenblick ihres Sturzes.”

 

Dialektik der Aufklärung, S.17:

“Primär, undifferenziert ist es alles Unbekannte, Fremde;
das was den Erfahrungsumkreis transzendiert, was an den Dingen mehr ist als ihr vorweg bekanntes Dasein.
Was der Primitive dabei als übernatürlich erfährt,
ist keine geistige Substanz als Gegensatz zur materiellen, sondern die Verschlungenheit des Natürlichen gegenüber dem einzelnen Glied.
 Der Ruf des Schreckens, mit dem das Ungewohnte erfahren wird, wird zu seinem Namen.
Er fixiert die Transzendenz des Unbekannten gegenüber dem Bekannten und damit den Schauder als Heiligkeit.
Die Verdoppelung der Natur in Schein und Wesen, Wirkung und Kraft, die den Mythos sowohl wie die Wissenschaft erst möglich macht, stammt aus der Angst des Menschen,
deren Ausdruck zur Erklärung wird.
Nicht die Seele wird in die Natur verlegt, wie der Psychologismus glauben macht,
Mana, der bewegende Geist, ist keine Projektion, sondern das Echo der realen Übermacht der Natur in den schwachen Seelen der Wilden.
Die Spaltung von Belebtem und Unbelebtem, die Besetzung bestimmter Orte mit Dämonen und Gottheiten, entspringt erst aus diesem Präanimismus.
In ihm ist selbst die Trennung von Subjekt und Objekt schon angelegt.
Wenn der Baum nicht mehr bloß als Baum sondern als Zeugnis für ein anderes,
als Sitz des Mana angesprochen wird, drückt die Sprache den Widerspruch aus,
daB nämlich etwas es selber und zugleich etwas anderes als es selber sei,
identisch und nicht identisch. Durch die Gottheit wird die Sprache aus der Tautologie zur Sprache.
Der Begriff, den man gern als Merkmalseinheit des darunter Befaßten definiert,
war vielmehr seit Beginn das Produkt dialektischen Denkens, worin jedes stets nur ist, was es ist, indem es zu dem wird, was es nicht ist.
Das war die Urform objektivierender Bestimmung, in der Begriff und Sache auseinandertraten, derselben, die im homerischen Epos schon weit gediehen ist und in der modernen positiven Wissenschaft sich überschlägt.
Aber diese Dialektik bleibt ohnmächtig, soweit sie aus dem Ruf des Schreckens sich entfaltet, der die Verdoppelung, die Tautologie des Schreckens selbst ist.
Die Götter können die Furcht nicht vom Menschen nehmen, deren versteinerte Laute sie als ihre Namen tragen.
Der Furcht wähnt er ledig zu sein, wenn es nichts Unbekanntes mehr gibt.
Das bestimmt die Bahn der Entmythologisierung. Aufklärung, die das Lebendige mit dem Unlebendigen inneinssetzt wie der Mythos das Unlebendige mit dem Lebendigen. 
Aufklärung ist die radikal gewordene,
rnythische Angst.
Die reine Immanenz des Positivismus, ihr letztes Produkt, ist nichts anderes als ein gleichsam universales Tabu.
Es darf  überhaupt nichts mehr draussen sein, weil die bloße Vorstellung des Draussen die eigentliche Quelle der Angst ist.”

 

 

 

 

 

 

Zitate über das Unwahre.    >>>

 

 

 

 

 

 

 

"Es gibt kein richtiges Leben im falschen"  >

 

 

 

 

"Denn wahr ist nur, was nicht in diese Welt paßt"  >>>

 

 

 

 

 

 

 

Die Dialektik der Aufklaerung

 

 

 

 

 

 

 

 

Okkultismus ist eine Reflexbewegung   >>>

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Kafka, Franz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Max Horkheimer -
Theodor W. Adorno:

Elemente des Antisemitismus/ Grenzen der Aufklärung

(aus: Dialektik der Aufklärung - Philosophische Fragmente.)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

“Arbeit macht frei”   >>>

 

 

 

 

 

 

 

www.innternet.de/~
peter.patti/
adornotheodor-minimamoralia.htm

 

 

 

 

 

 

                                  "Laß dich nicht dumm machen"     >>>

 

 

 

 

 

 

 

hegel

Hegel

 

 

 

"Die Forderung, dass Auschwitz nicht noch einmal sei,
scheint mir die allererste an Erziehung“

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Dialektik der Aufklärung

Es gibt kein richtiges Leben im falschen

Thesen gegen den Okkultismus

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Adorno:Kulturindustrie

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