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manfred herok©2000-10

Gottfried Wilhelm Leibniz
(* 1. Juli 1646 in Leipzig; † 14. November 1716 in Hannover)
war ein deutscher Philosoph und Wissenschaftler, Mathematiker, Diplomat, Physiker, Historiker, Bibliothekar und Doktor des weltlichen und des Kirchenrechts.
Er gilt als der universale Geist des 17. Jahrhunderts.

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"Nichts ist im Verstand, was nicht vorher in den Sinnen war, außer dem Verstand selbst."

(G. W. Leibniz: "Neue Abhandlungen über den menschlichen Verstand")

“DAS ENDE DES STREITENS: DIE WAHRE RELIGION 

Unsere Charakteristik aber wird alle Fragen insgesamt auf Zahlen reduzieren und so eine Art von Statik darstellen, vermöge deren die Vernunftgründe gewogen werden können.
Denn auch die Wahrscheinlichkeiten unterliegen der Berechnung und dem Beweise,
da man stets abschätzen kann, welcher Fall aus den gegebenen Umständen mit größerer Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist.

Wer endlich von der Wahrheit der Religion und ihren Folgerungen fest überzeugt ist und zugleich in seiner Liebe zum Menschengeschlechte dessen Bekehrung ersehnt, der wird sicherlich, sobald er unser Verfahren begriffen, gestehen müssen,
daß (außer den Wundern und den Taten der Heiligen oder den Siegen eines großen Herrschers) zur Ausbreitung des Glaubens kein wirksameres Mittel gedacht werden kann, als die Entdeckung, von der hier die Rede ist.
Denn wenn einmal die Missionare diese Sprache werden einführen können,
dann wird auch die wahre Religion, die mit der Vernunft in genauer Übereinstimmung steht, festgestellt sein und einen Abfall von ihr wird man in Zukunft ebensowenig zu fürchten haben,
als man eine Abkehr der Menschen von der Arithmetik und Geometrie, die sie einmal gelernt haben, befürchtet.

Ich wiederhole deshalb, was ich häufig gesagt habe, daß jemand, der weder Prophet noch Fürst ist, sich keine Aufgabe stellen kann, die zum Wohle des Menschengeschlechts,
wie zum Preise Gottes von größerer Bedeutung wäre.”

"Im Sinne des zureichenden Grundes [raison suffisante] finden wir,
dass keineTatsache als wahr oder existierend und keine Aussage als wahr betrachtet werden kann,
ohne dass ein zureichender Grund vorhanden wäre,
warum es so ist und nicht anders ..."

Leibniz, G. W.: Monadologie, § 33, Nr. 32

> Axiome der Logik


Vernunftgebrauch
29.) Die Erkenntnis der notwendigen und ewigen Wahrheiten aber ist es,
was uns von den bloßen Tieren unterscheidet und in den Besitz der Vernunft und der Wissenschaft setzt, indem sie uns zur Erkenntnis unsrer selbst und Gottes erhebt. Eben dieses ist es, was man in uns als vernünftige Seele oder Geist bezeichnet.     >>>

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