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manfred herok©2000-10

Der Logos, der erst unbewußt vorhanden ist,  empfängt durch das Studium seine eigene Kraft, die in alle Wahrheit leitet.                               >>>

"Alles Spielen ist ein Gespielt-werden.
Der Reiz des Spiels, die Faszination, die es ausübt, besteht eben darin,
daß das Spiel über den Spielenden Herr wird....
Wer so versucht ist in Wahrheit der Versuchte.
Das eigentliche Subjekt des Spieles ... ist nicht der Spieler, sondern das Spiel selbst."
(Hans-Georg Gadamer (1900-2002 ) - Gesammelte Werke I, S. 112)
 

“Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand;
denn jedermann ist überzeugt, dass er genug davon habe.”
[René Descartes, franz. Philosoph, 1596-1650]

“Ein Gespräch setzt voraus, dass der andere Recht haben könnte.” 
[Hans-Georg Gadamer]

"Was will ich?" fragt der Verstand. "Worauf kommt es an?" fragt die Urteilskraft. "Was kommt heraus?" fragt die Vernunft.
 [Immanuel Kant]

“In Dir muss brennen, was Du in anderen entzünden willst”.
[Augustinus]

“Habgier bedeutet, dass ein Mensch nach etwas trachtet, das er nicht besitzt. Neid hingegen bedeutet, dass er sich über das ärgert,
was ein anderer besitzt.”
 [Aristoteles]

  < >

“Je mehr sich die Potentiale der Selbstzerstörung abzeichnen,
um so mehr hilft die Angst.”

(Gadamer, Hans-Georg )

>>>In Ansehung der praktischen Ideen erkennt es Kant,
daß
"nichts Schädlicheres und eines Philosophen Unwürdigeres gefunden werden könne als die pöbelhafte Berufung auf vorgeblich gegen die Idee widerstreitende Erfahrung;
diese würde selbst gar nicht existieren, wenn z. B. Staatsanstalten zu rechter Zeit nach den Ideen getroffen wären und an deren Statt nicht rohe Begriffe, eben darum, weil sie aus Erfahrung geschöpft worden, alle gute Absicht vereitelt hätten"  *) .
 
Kant sieht die Idee als etwas Notwendiges, als das Ziel an, das als das Urbild für ein Maximum aufzustellen und dem den Zustand der Wirklichkeit immer näherzubringen das Bestreben sein müsse.

*) Kant: Kritik der reinen Vernunft, B 373  <<<

(HEGEL: Die Wissenschaft der Logik / ... / ...  /Dritter Abschnitt: Die Idee     >>>)


Bei der Erwähnung Platonischer Darstellung kann, wer ein selbständiges Gebäude philosophischer Wissenschaft in modernen Zeiten neu aufzuführen arbeitet, an die Erzählung erinnert werden, daß Platon seine Bücher über den Staat siebenmal umgearbeitet habe.
Die Erinnerung hieran, eine Vergleichung, insofern sie eine solche in sich zu schließen schiene, dürfte nur um so mehr bis zu dem Wunsche treiben, daß für ein Werk, das, als der modernen Welt angehörig, ein tieferes Prinzip, einen schwereren Gegenstand und ein Material von reicherem Umfang zur Verarbeitung vor sich hat, die freie Muße, es siebenundsiebzigmal durchzuarbeiten, gewährt gewesen wäre.
So aber mußte der Verfasser, indem er es im Angesicht der Größe der Aufgabe betrachtet, sich  mit dem begnügen, was es hat werden mögen, unter den Umständen einer äußerlichen Notwendigkeit, der unabwendbaren Zerstreuung durch die Größe und Vielseitigkeit der Zeitinteressen, sogar unter dem Zweifel, ob der laute Lärm des Tages und die betäubende Geschwätzigkeit der Einbildung, die auf denselben sich zu beschränken eitel ist, noch Raum für die Teilnahme an der leidenschaftslosen Stille der nur denkenden Erkenntnis offen lasse.

(Die Wissenschaft der Logik / Vorrede zur zweiten Ausgabe)

Berlin, den 7. November 1831                ..................

hegel

Georg Wilhelm Friedrich Hegel
* 27. August 1770 in Stuttgart;

14. November 1831 in Berlin

“Die Freiheit ist das Resultat der Vermittlung durch die Negation der Endlichkeiten als das abstrakte Sein;
die Befriedigung ist die leere Beziehung auf sich selbst,
die inhaltslose Einsamkeit des Selbstbewußtseins mit sich.”
(Hegel  >>> )

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