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Der Dreißigjährige Krieg >>>
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Gedenktag evangelisch: 18. Februar Gedenktag der Reformation: 31. Oktober
Gedenktag anglikanisch: 31. Oktober
Name: nach Martin von Tours
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Martin Luther wuchs in der Grafschaft Mansfeld auf, wo sein Vater im Kupferbergbau beschäftigt war, später sogar eine Mine sein Eigen nannte. Martin besuchte die Domschule in Magdeburg und die Lateinschule in Eisenach. In Erfurt absolvierte er von 1501 - 1505 sein Grundstudium der Grammatik, Rhetorik, Logik und Metaphysik. Nach dem Abschluss des Studiums mit der Promotion zum Magister sollte er auf Wunsch des Vaters eine juristische Laufbahn einschlagen, doch am 2. Juli 1505 kam er bei Stotternheim nahe Erfurt in ein schweres Gewitter; aus Angst, vom Blitz erschlagen zu werden, gelobte er der Heiligen Anna, der Schutzpatronin der Bergleute, Mönch zu werden.
Vierzehn Tage später trat Luther in das Kloster der Augustinereremiten in Erfurt ein. Im Februar 1507 wurde er zum Priester geweiht. Er studierte Theologie in Wittenberg und Erfurt; 1512 begann er in Wittenberg eine Lehrtätigkeit als Theologieprofessor. Luthers theologisches Interesse galt besonders der Frage nach Gottes Gerechtigkeit und der Rechtfertigung des Menschen vor Gott; die Beschäftigung damit ließ ihn die etablierten Theologie und das Wirken der Kirchenleitung der Päpste in Rom zunehmend kritisch betrachten. 1510 konnte er nach Rom reisen, dort sah er die Macht und Pracht der päpstlichen Kirchenleitung, besonders deutlich an der Baustelle des neuen Petersdoms. Durch sein intensives Studium der Theologie des Apostels Paulus und von Augustinus gewann er mehr und mehr Gewissheit, dass der biblische Begriff "Gerechtigkeit Gottes" nicht einen zornigen und strafenden, sondern den gnädigen und barmherzigen Gott meint, der den Menschen wegen seines Glaubens mit Gnade beschenkt und so rechtfertigt.
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“Dieses ist mit der reinsten, ungeheuersten Parrhesie [freimütige Rede]ausgesprochen, z. B. im Anfang der sogenannten Bergpredigt: "Selig sind, die reines Herzens sind; denn sie werden Gott schauen." Solche Worte sind vom Größten, was je ausgesprochen ist; sie sind ein letzter Mittelpunkt, der allen Aberglauben, alle Unfreiheit des Menschen aufhebt. Es ist unendlich wichtig, daß dem Volk durch die Lutherische Bibelübersetzung ein Volksbuch in die Hand gegeben ist, worin sich das Gemüt, der Geist auf die höchste, unendliche Weise zurechtfinden kann...”
(Bestimmung des Menschen) >>>
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"Gott selbst ist tot", heißt es in jenem lutherischen Liede[Johann Rist, 1607-1667, "O Traurigkeit, o Herzeleid",...] dies Bewußtsein drückt dies aus, daß das Menschliche, das Endliche, Gebrechliche, die Schwäche, das Negative göttliches Moment selbst ist, in Gott selbst ist; (Hegel) >>>
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"Wir sind Bettler, das ist wahr ..." >>>
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Es kam zum Konflikt Luthers mit dem Ablassprediger Tetzel, der im Auftrag des Erzbischofs von Mainz 1517 durch die ostdeutschen Lande zog und Ablässe, also Schriftstücke mit der Zusicherung der Vergebung von Sünden, gegen Geld verkaufte. Luther predigte vergeblich gegen diese Geschäftemacherei, am 31. Oktober 1517 rief er mit 95 Thesen- angeblich an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg angeschlagen - zu einer akademischen Disputation auf. Luther ging es darin vor allem darum, dass Gottes Wort, wie es in der Bibel bezeugt ist, allein Richtschnur aller kirchlichen Verkündigung und Bräuche sein soll; kirchliche Traditionen dürften dagegen keine verbindliche Autorität haben
Luthers Thesen verbreiteten sich nicht zuletzt Dank des neuen Mediums Buchdruck rasch im ganzen Deutschen Reich und darüber hinaus. Papst Leo X. eröffnete im Juni 1518 gegen Luther einen Ketzerprozess, nachdem in Rom mehrere Anzeigen eingegangen waren. In den Jahren 1518 bis 1521 spitzte sich der Konflikt um Luther und seine mittlerweile zahlreich gewordenen Anhänger zu: Im Herbst 1518 wurde Luther von Kardinal Cajetan auf dem Reichstag in Augsburg verhört und zum Widerruf seiner Thesen aufgefordert, was er ablehnte; stattdessen forderte er die Einberufung eines allgemeinen Konzils zur Klärung der strittigen Fragen.
1519 brachten auch weitere Disputationen keine Annäherung. Nun verfasste Luther drei Schriften, in denen er ein grundlegendes Reformprogramm für die Kirche entwickelte: Reform des Papsttums und des kirchlichen Lebens insgesamt, so des Klosterlebens, des Zölibats, der Messe, des Ablasswesens, Reform der Sakramente mit Beschränkung auf Taufe und Abendmahl, Betonung der "Freiheit eines Christenmenschen" gegen alle Autoritäten mit dem Grundsatz: "Ein Christenmensch ist ein freier Herr über alle Dinge und niemand untertan; ein Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht aller Dinge und jedermann untertan."
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