a_escher_images_1

M.C. Escher

a_Round_Rectangle

Philosophen-Links:

Anaxagoras

Anaximander

Anselm von Canterbury

Aristoteles

Böhme, Jakob

Bruno, Giordano

Cicero

Demokrit

Descartes

Duns Scotus

Eckhart von  Hochheim

Epikur

Fichte, Johann Gottlieb

Gotama

Hegel, G.W.F.

Heraklit

Hobbes, Thomas

Hölderlin

Jacobi

Kant, Immanuel

Konfuzius

Laotse

Leibniz, Gottfried Wilhelm

Locke, John

Montaigne

Newton

Parmenides

Pascal, Blaise

Philon

Platon

Plotin

Proklos

Pythagoras

Schelling

Sokrates

Spinoza

Thales

Thomas von Aquin

Xenophanes

Zenon

> mehr

Zitate

1

4

7

2

5

8

3

6

9

Nach - Hegel:

Heinrich Heine
Sören Kierkegaard
Karl Marx
Sigmund Freud
Edmund Husserl
Theodor W. Adorno
Quarks&Co
Vermischtes aus Kunst - Politik - Wissenschaft:
Franz Kafka
Kunst&Wahn
Science-Fiction
Religion:
veronese auferstehung
Zehn Gebote
Bibel    a_fisch
Bergpredigt
Vater-Unser
Paradies

Gottesbeweise

Bibel-Hegel
1/2/3/4/5/6/7

Phil-Splitter .   Philosophen-Hegel  .   Hegel -  Religion   .   Hegel - Ästhetik  .   Kunst&Wahn   .   H.Q.-Texte   .   Herok info 

                                                                                                                                manfred herok    2014

Es gibt noch eine andere Gestalt der Bescheidenheit gegen die Wahrheit.
Dieses ist die Vornehmheit gegen die Wahrheit,
die wir bei Pilatus sehen,
Christus gegenüber.
Pilatus fragte "was ist Wahrheit?"
in dem Sinne dessen, der mit allem fertig geworden ist, dem nichts mehr Bedeutung hat,
- in dem Sinn, in welchem Salomon sagt: "alles ist eitel".
- Hier bleibt nur die subjektive Eitelkeit übrig.”


( Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse / .../
Erster Teil. Die Wissenschaft der Logik/Vorbegriff /§ 19)       >>>

  < >

Zitate  Hegel 3:  Bescheidenheit

Pilatus fragte "was ist Wahrheit?"     >>>

Den Gegensatz zwischen Meinung und Wahrheit, der jetzt prononziert ist,
erblicken wir auch schon in der Bildung der sokratisch-platonischen Zeit
- einer Zeit des Verderbens des griechischen Lebens: den Platonischen Gegensatz von Meinung
(δόξα)[doxa] und Wissenschaft (επιστήμη)[
epistími].
Es ist derselbe Gegensatz, den wir in der Zeit des Untergangs des römischen öffentlichen und politischen Lebens unter Augustus und in der Folge sehen. Epikureismus, Gleichgültigkeit gegen die Philosophie machte sich breit.
In welchem Sinne Pilatus, als Christus sagte: "Ich bin gekommen in die Welt, die Wahrheit zu verkünden", erwiderte:
"Was ist Wahrheit?" Das ist vornehm gesprochen und heißt so viel: 
Diese Bestimmung Wahrheit ist ein Abgemachtes, mit dem wir fertig sind.
Wir sind weiter, wissen: Wahrheit zu erkennen, davon kann nicht mehr die Rede sein.
Wir sind darüber hinaus. - Wer dies aufstellt, ist in der Tat darüber hinaus. “

( Vorlesungen über die Geschichte der Philosophie / ... /
 a. Die Geschichte der Philosophie als Vorrat von Meinungen)

“...Gott, das Wesen der Welt und des Geistes sei ein Unbegreifliches, Unfaßbares;
der Geist müsse bei der Religion stehenbleiben und die Religion beim Glauben,
Gefühl
und Ahnen, ohne vernünftiges Wissen,
das Erkennen betreffe nicht die Natur des Absoluten, Gottes,
und dessen, was in Natur und Geist wahr und absolut ist,
sondern vielmehr allein teils nur das Negative, daß nichts Wahres erkannt,
sondern daß allein Unwahres, Zeitliches und Vergängliches gleichsam den Vorzug genieße, erkannt zu werden,
- teils, was eigentlich darunter gehört, das Äußerliche, nämlich das Historische,
die zufälligen Umstände, unter denen das angebliche, vermeintliche Erkennen erschienen ist,
und ebensolche Erkenntnis sei nur als etwas Historisches zu nehmen und nach jenen äußerlichen Seiten kritisch und gelehrt zu untersuchen;
aus seinem Inhalte könne kein Ernst gemacht werden.
Sie sind so weit gekommen als Pilatus, der Römische Prokonsul; wie er Christus das Wort Wahrheit nennen hörte, erwiderte er dies mit der Frage:
Was ist Wahrheit?
- in dem Sinne als einer, der mit solchem Worte fertig sei und wisse,
daß es keine Erkenntnis der Wahrheit gebe.
So ist das, was von jeher für das Schmählichste, Unwürdigste gegolten hat,
der Erkenntnis der Wahrheit  entsagen,

von unseren  Zeiten zum höchsten Triumphe des Geistes erhoben worden.
Die Verzweiflung an der Vernunft war, wie es bis zu ihr gekommen war,
noch mit Schmerz und Wehmut verknüpft; aber bald hat der religiöse und sittliche Leichtsinn, und dann die Plattheit und Seichtigkeit des Wissens,
welche sich Aufklärung nannte,
frank und frei seine Ohnmacht bekannt und seinen Hochmut in das gründliche Vergessen höherer Interessen gelegt;
- und zuletzt hat die sogenannte kritische Philosophie diesem Nichtwissen des Ewigen und Göttlichen ein gutes Gewissen gemacht,
indem sie nämlich versichert hat, bewiesen zu haben, daß vom Ewigen und Göttlichen,
vom Wahren nichts gewußt werden ; diese vermeinte Erkenntnis hat sich sogar den Namen Philosophie angemaßt, und nichts ist der Seichtigkeit des Wissens sowohl als des Charakters willkommener gewesen, nichts so willkommen von ihr ergriffen worden als diese Lehre,
wodurch eben diese Unwissenheit, diese Seichtigkeit und Schalheit für das Vortreffliche,
für das Ziel und Resultat alles intellektuellen Strebens ausgegeben worden ist.

(Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften im Grundrisse / ... /
Anhang /
Konzept der Rede beim Antritt des philosophischen Lehramtes an der Universität Berlin
(Einleitung zur Enzyklopädie-Vorlesung) 22. Okt. 1818

 

hegel

Hegel

 

Die aber die Mannigfaltigkeit für eine absolut feste Bestimmung halten,
kennen ihre Natur und die Dialektik derselben nicht.
Die Mannigfaltigkeit ist im Flusse,
muß wesentlich als in der Bewegung der Entwicklung gefaßt werden,
- ein vorübergehendes Moment.
Die konkrete Idee der Philosophie ist die Tätigkeit der Entwicklung,
die Unterschiede, die sie an sich enthält, herauszusetzen.
Diese Unterschiede sind Gedanken überhaupt,
denn wir sprechen hier von der Entwicklung im Denken.
Die Unterschiede, die in der Idee liegen,
werden als Gedanken gesetzt;
das ist das erste;
Das zweite ist, daß diese Unterschiede zum Bestehen
kommen müssen, der eine hier, der andere da.
Daß sie dies vermögen, dazu müssen sie Ganze,Totalität sein,
die Totalität der Idee in ihnen enthalten.
Nur das Konkrete ist das Wirkliche, welches die Unterschiede trägt;
so sind die Unterschiede als ganze Gestalten.“ (S.53)                        >>>

Hegel, Georg Wilhelm Friedrich (1986): Vorlesungen über die Geschichte der Philosophie I., Werke Bd.18, Frankfurt/M.

samp2a79c852dd50fdbd
[Home] [Impressum]

  < >

  Phil-Splitter . Hegel -Philosophen . - Religion . - Ästhetik . -Geschichte . -Quell-Texte . - Grundbegriffe . Kunst&Wahn . Herok info 

[Impressum]

manfred herok  2014

email: mherok@outlook.de

Abcphil.de

 

Phil-Splitter

counter.phil

Unique Visitors since Jan 2013 
                                                 > DETAILS

Flag Counter

 

all